Seniorenhandy – Welches Handy ist das Richtige für Senioren?

Welche Funktionen sind wichtig?

Schon das Wort Seniorenhandy zeigt, dass es sich bei diesem Telefon um ein Produkt für eine spezielle Nutzergruppe handelt. Doch wodurch unterscheidet sich ein Seniorenhandy eigentlich von einem normalen Mobiltelefon? Da Seniorenhandys meist von den Angehörigen und nicht vom Benutzer selbst gekauft werden, werfen wir hier einen detaillierten Blick auf die wichtigsten Merkmale. Hier erfahren Sie mehr darüber, worauf es bei einem Telefon für ältere Menschen ankommt und welche Ansprüche „Oma und Opa“ an ein typisches Seniorenhandy stellen.



Für junge Menschen ist es heutzutage ganz normal mit Handy oder Smartphone umzugehen. Unsere Kinder wachsen mit dieser Technologie auf und können Sie deshalb ganz intuitiv bedienen. Für ältere Menschen ist der Umgang mit den vielen technischen Errungenschaften der letzten beiden Jahrenzehnte jedoch eine große Herausforderung. Besonders moderne Smartphones sind oft ein Buch mit sieben Siegeln für ältere Menschen. Je nach Alter ist für sie die Handhabung eines solchen Gerätes unmöglich oder nur unter großen Schwierigkeiten zu erlernen.

Ein Seniorenhandy gewährt im Alter Mobilität und ein bisschen Unabhängigkeit!

Worauf es bei einem Seniorenhandy ankommt

Damit ältere Menschen mit dem Handy umgehen können, muss es leicht zu bedienen sein. Und das nicht nur, weil ältere Menschen Probleme haben die Handhabung eines Mobiltelefons zu erlernen. Die Nutzergruppe der Senioren stellt noch ganz andere Anforderungen an ein Handy. Im Alter lässt die Motorik nach, die Sehkraft und das Hörvermögen verschlechtern sich.

Die Hersteller von Seniorenhandys wie Doro oder Swissvoice berücksichtigen diese körperlichen Einschränkungen natürlich und produzieren Telefone, die genau auf die Bedürfnisse ältere Menschen zugeschnitten sind. Bei Seniorenhandys wird daher besonderes Augenmerk auf die Funktionen und die Bedienbarkeit gelegt.

Usability für Senioren: Grundfunktion + Bedienbarkeit eines Seniorenhandys

Lesbares Display: Das Display muss hohe Kontraste und eine gute Lesbarkeit aufweisen. Die Displays von Rentnerhandys zeigen zudem vergrößerte Buchstaben und Ziffern. All diese Eigenschaften erleichtern älteren Menschen das Ablesen des Displays. Besonders das vergrößerte Schriftbild hilft dabei, Fehler bei der Eingabe von Telefonnummern oder Kurzmitteilungen zu vermeiden. Auch bei der Farbgebung des Displays tritt die Zweckdienlichkeit in den Vordergrund. Je nach individueller Sehschwäche einer Person, kann zum Beispiel eine schwarze Schrift auf hellem Hintergrund besser identifiziert werden, als helle Schrift auf einem dunklen Hintergrund.

Große Tasten: Die Tasten zählen zu den auffälligsten Merkmalen eines Seniorenhandys. Sie sind so groß konzipiert, damit sie auch von Menschen mit schlechter Sehstärke und eingeschränkter Feinmotorik problemlos erkannt und bedient werden können. Die Tasten sollten beleuchtet sein und für die akustische Rückmeldung deutlich hörbare Tastentöne bieten.

Programmierbare Kurzwahltasten: Für viele ältere Menschen ist es zu kompliziert oder zu mühsam einen Eintrag aus dem Telefonbuch herauszusuchen. Auch lange Nummernfolgen, wie man sie bei vielen DSL-Anschlüssen und Handynummern findet, können Sie sich in der Regel nicht mehr merken. Daher sind programmierbare Kurzwahltasten sehr wichtig für die Senioren. So können Familienmitglieder, Hausarzt und Nachbarn per Schnellwahl erreicht werden und der Kontakt ist nur 1-2 Knopfdrücke entfernt.

Hörgerätekompatibilität: Viele Senioren sind auf Hörgeräte angewiesen, weil im Alter das Hörvermögen nachlässt. Daher sollten Sie darauf achten, dass das Telefon hörgerätekompatibel ist. Dieses Kriterium erfüllen heutzutage zwar fast alle Telefone, dennoch sollten Sie diesen Punkt kurz überprüfen. Ist ein Handy nicht kompatibel, kann es beim Träger eines analogen Hörgerätes unschöne Störgeräusche verursachen. Digitale Hörgeräte können im Normalfall nicht von einem Handy gestört werden.

Einfache Menüführung: Um das Gerät ohne Schwierigkeiten bedienen zu können, ist eine einfach Menüführung sehr wichtig. Senioren bevorzugen eine flache Menüstruktur, bei der alle wichtigen Funktionen schnell erreichbar sind. So ist die Nutzung schneller bzw. intuitiver zu erlernen. Auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist einfache Menüs besser. Handys bei denen sich die Funktionen in Untermenüs verstecken, wo also viele Knöpfe gedrückt werden müssen, sind nicht zu empfehlen. Leider zeigt es sich meist erst im alltäglichen Gebrauch, ob das Handy und seine Menüführung einfach genug für den Besitzer sind.

Sprachsteuerung: Nicht für jeden alten Menschen muss es ein Telefon mit Sprachsteuerung und Sprachausgabe sein. Für Senioren mit Sehschwäche oder stark eingeschränkten motorischen Fähigkeiten kann es jedoch von Vorteil sein, wenn das Handy Sprachbefehle empfängt und die Sprachausgabe Texte und Ziffern vorlesen kann.

Seniorenhandys mit Notfall-Zusatzfunktionen

Ein Seniorenhandy soll heutzutage auch zur Sicherheit unserer Senioren beitragen und ein Helfer in Notfallsituationen sein. Darum gibt es Zusatzfunktionen für den Notfall, die sich bei normalen Handys nicht finden.

Notruftaste: Es gibt einige Seniorenhandys die über eine Notruf- oder Notfalltaste verfügen. Durch diese Taste kann in einer Gefahrensituation der Notruf, die Familie oder das Pflegepersonal verständigt werden. Häufig sorgt die Taste auch dafür, dass das Handy einen akkustischen Alarmton aussendet. Notfalltasten sind in der Regel gut gegen versehentliche Betätigung gesichert, können jedoch auch leicht verwendet werden wenn ein Notfall eintritt. Sollten Sie über ein Seniorenhandy mit Notruftaste nachdenken, informieren Sie sich vorab genau über die Funktionsweise beim jeweiligen Handymodell. Die Notruffunktion wird bei einzelnen Herstellern und Modellen unterschiedlich umgesetzt. Vielleicht ist auch ein Hausnotrufsystem mit Notrufarmband oder Notrufknopf zum umhängen eine bessere Wahl für Ihre spezielle Situation.

Sturzerkennung: Die Sturzerkennung ist eine fortschrittliche Technologie, die jedoch auch in einigen speziellen Seniorenhandys zum Einsatz kommt. Im Handy verbaute Beschleunigungssensoren bemerken wenn der Träger des Telefons fällt. Wird nach einem Sturz keine Regung mehr aufgezeichnet, sendet das Handy einen Notruf. Wie bei der Notruftaste sollten Sie sich auch bei der Sturzerkennung über die genaue Funktionsweise informieren.